Alpenüberquerung – Was ich wissen muss!

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"Die Alpenüberquerung zählt zur Königsdisziplin beim Weitwandern. Alpenüberquerungen werden immer beliebter, doch es ist gar nicht so leicht, aus der Fülle der Möglichkeiten die richtige Route für sich zu finden. Wir haben die besten Routen für euch zusammengestellt und haben auch sonst noch Informationen bereit gestellt, die ihr bei der Planung einer Alpenüberquerung brauchen werdet. "

 

 

Welche Alpenüberquerungen gibt es?

Die klassischen Alpenüberquerungen führen von Norden nach Süden, von Deutschland über Österreich nach Italien wie zum Beispiel der E5 oder die Via Alpina. Es gibt darüber hinaus aber auch andere Varianten wie beispielsweise der Alpe Adria Trail oder die GTA, die Grande Traversata delle Alpi.

 

 jenner-vandenhoek-473094©unsplashPhoto by Larisa Birta on Unsplash

Die schönsten Routen über die Alpen:

Fernwanderweg E5

Traumpfad

L1

Grande Traversata delle Alpi

Alpenüberquerung München- Gardasee

Via Alpina

Alpe Adria Trail




Fernwanderweg E5

Fernwanderweg E5

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Wenn man von der Alpenüberquerung spricht, dann haben die meisten die 8-tägige Wanderung von Oberstdorf und Meran auf dem berühmten E5 im Sinn – der „Klassiker der Alpenüberquerungen“

  • Start-Ziel: Oberstdorf (D) – Meran (IT)
  • Länge: 140 km
  • Dauer: 8 Etappen
  • Charakter: stark frequentierter Klassiker
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel

Mehr Informationen zur Alpenüberquerung am E5

 

Traumpfad

Traumpfad

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Kurz gesagt führt der Traumpfad vom Marienplatz in München, in 28 wunderschönen Etappen bis zum Markusplatz in Venedig.

  • Start – Ziel: München (D) – Venedig (IT)
  • Länge: 520 km
  • Dauer: 28 Etappen
  • Charakter: häufig begangener Alpenklassiker
  • Schwierigkeit: mittel bis hoch

 

L1

L1-Garmisch

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Der L1 ist eine der anspruchsvolleren Alpenüberquerungen, und man muss auf jegliche Hilfsmittel, wie Bus oder Bergbahn verzichten. Beinahe undbekannt und deshalb hat man die Natur für sich alleine.

  • Start – Ziel: Garmisch (D) – Brescia (IT)
  • Länge: 400 km
  • Dauer: 28 Etappen
  • Charakter: selten begangene Route mit hochalpinen Übergängen
  • Schwierigkeit: sehr hoch

 


Grande Traversata delle Alpi (GTA)

GTA

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Dieser wunderschöne und unbekannte, alpine Weitwanderweg führt am gesamten nordwestitalienischen Alpenbogen entlang vom Monte Rosa im Wallis bis zu den Ligurischen Alpen ans Mittelmeer. Ein wahrer Geheimtipp.

  • Start – Ziel: Grießpass (CH) – Ventimiglia (IT)
  • Länge: 1.000 km
  • Dauer: 60 Etappen
  • Charakter: selten begangene Route auf alten Saumwegen
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel

 


Alpenüberquerung München- Gardasee

Peschiera - Alpenüberquerung

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Die Alpenüberquerung von München zum Gardasee ist eine perfekte Alternative zu den stark frequentierten Alpenklassikern, wie dem E5 oder dem Traumpfad. Diese Variante ist körperlich anspruchsvoller und es auch eine Kletterpassage, die aber auch umgangen werden kann.

  • Start – Ziel: München (D) – Peschiera del Garda (IT)
  • Länge: 550 km
  • Dauer: 31 Etappen
  • Charakter: relativ neue Route, teilweise entlang des Traumpfads
  • Schwierigkeit: mittel bis hoch

 


Via Alpina

Via Alpina

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Die Via Alpina ist ein Fernwanderweg, der durch 8 Länder verläuft: Italien, Slowenien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtensein, Frankreich und Monaco. Ein Teil der Via Alpina verläuft auch über die Alpen, von Norden nach Süden.

  • Start – Ziel: Oberstdorf (D) – Triest (IT)
  • Länge: 800 km
  • Dauer: 40 Etappen
  • Charakter: klassischer Via Alpina-Fernweg
  • Schwierigkeit: hoch

 


Alpe Adria Trail

©Karmen Nahberger

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  • Wandern im Garten Eden am Alpe Adria Trail – Ein wunderschöner Fernwanderweg vom Großglockner, dem Dach Österreichs durch Slowenien bis nach Muggia an der Adria.
  • Start – Ziel: Großglockner (AT) – Muggia (IT)
  • Länge: 650 km
  • Dauer: 34 Etappen
  • Charakter: gemäßigter Fernwanderweg
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel

Mehr Informationen zum Alpe Adria Trail

Wie lange dauert eine Alpenüberquerung?

Dauer

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Da es einige Varianten der Alpenüberquerung gibt, kann man sich je, nach dem eigenen Zeitfenster die passende Routen aussuchen. Aber nicht nur die Zeit sollte ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung sein, sondern auch der Schwierigkeitsgrad. Es gibt Routenführungen und Alternativrouten, die auch für einen „Durchschnittswanderer“ gut machbar sind. Aber grundsätzlich gilt, man soll genügend Zeit für dieses Vorhaben einplanen und sein Zeitfenster nicht zu knapp ansetzen. Und am besten sich nach der Weitwandern 1 bis 2 Tage zum Erholen einplanen. Eine Alpenüberquerung ist ein sehr körperlich und zeitlich intensives Unterfangen und kürzest mögliche Variante ist die Alpenüberquerung am E5. Diese ist von Oberstdorf nach Meran in 8 Tagen zu schaffen. Bei den anderen Fernwanderwegen über die Alpen muss man mindestens 28 Tage anberaumen.

 

 

Alpenüberquerung- Die Qual der Wahl

Abgesehen vom Zeitfenster, welches einem zur Verfügung steht, sollte man sich auch mit der genauen Strecke auseinandersetzen, damit es während der Wanderung keine bösen Überraschungen gibt. Die Wahl der Route sollte aufgrund folgender Parameter getroffen werden:

  • Gehzeit
  • Höhenmeter
  • Weglänge

Diese Faktoren müssen in Bezug auf die eigene Kondition und Kraft abgewogen werden. Darüber hinaus ist noch ein konstanter Leistungsabfall im Laufe der Wanderung zu berücksichtigen. Wenn die Wahl getroffen wurde, dann kann es an die genaue Vorbereitung des „Abenteuers Alpenüberquerung“ gehen.

 

 

Gut vorbereitet ist halb gewandert!

Vorbereitung

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Die nächsten Schritte in Richtung Alpenüberquerung:

Recherche:

  • Sichtung des umfangreichen Informationsmaterials
  • Lesen von Erfahrungsberichten

  • Recherche von alternativen Routenabschnitten und Abstiegs- oder Abbruchsmöglichkeiten

Training:

  • die körperliche Vorbereitung ist wichtig
  • als Vorbereitung sollten bereits im Vorfeld einige Bergtouren unternommen worden sein
  • am besten gleich mit der „richtigen“ Ausrüstung, die man auch für die Alpenüberquerung benötigt
  • bei der Auswahl der Trainingsrouten sollte man sich auch an den tatsächlichen Etappen orientieren

Das richtige Gepäck:

  • beim Gepäck gilt natürlich: Weniger ist mehr. Nur das nötigste einpacken – jedes Gramm, das nicht getragen werden muss ist eine Erleichterung
  • unbedingt Probepacken und damit wandern gehen
  • hilfreiche Packliste finden sie HIER

Unterkünfte reservieren:

  • Reservierungen der Unterkünfte sind unbedingt notwendig, gerade in der Hochsaison
  • nur mit einer telefonischen Reservierung ist ein Schlafplatz sicher

 

 

zu guter Letzt – VORFREUDE

Wenn man sich gut auf die Wanderung vorbereitet hat, kann man sich guten Gewissens auf das Abenteuer freuen und sollte doch etwas Unvorhersehbares eintreffen – keep calm an hike on!

 

22. Juni 2018