Auf dem Sentiero d’amore der Liebe entgegenwandern

Romantisch Weitwandern am Millstätter See Höhensteig oder entlang des Alpe Adria Trails - Bild: Steve Haider

Zweisamkeit auf einer Wanderung zelebrieren, dazu lädt ein ganz spezieller Abschnitt des Millstätter See Höhensteigs. Auf dem Weg der Liebenden, dem „Sentiero dell’amore“, lassen sich Paare auf stimmungsvollen Plätzen nieder, um Innigkeit zu erfahren. Magische Unterstützung kommt von den feurig funkelnden Granatsteinen, die den Weg säumen.

 

Ausgangspunkt der gemeinsamen Liebestour ist die Alexanderhütte auf der Millstätter Alpe, die den Endpunkt der Etappe „3 Nocken“ auf dem Millstätter See Höhensteig markiert. Hier bietet es sich an, das Nachtlager aufzuschlagen und den Vorabend des Wandertags bei „Nockwellnäss“, dem rustikalen Wohlfühlerlebnis in den Nockbergen, ausklingen zu lassen: Nach dem Schwitzen in der Holzofensauna kühlen eine Freiluftdusche und ein mit Gebirgswasser gefüllter Lärchentrog. In den nächsten Tag starten die Beiden am besten mit einem Frühstück am Berg. Auf einer der umliegenden Bergkuppen wartet schon der Picknickkorb gefüllt mit Käseköstlichkeiten aus der Alexanderhütte angeschlossenen Sennerei – auch Arnikabutter, Speck, Schinken, Bauernbrot und andere Köstlichkeiten sind dabei. Bei der ersten gemeinsamen Mahlzeit des Tages schweift der Blick auf den in der Tiefe liegenden  Millstätter See, den die Strahlen der Morgensonne zum Glitzern bringen.

Der „Feuerstein der Liebe“ als ständiger Begleiter

Gut gestärkt begeben sich die beiden auf den Weg der Liebenden, den „Sentiero dell’amore“, der das Paar ins Reich des „Feuersteins der Liebe“, des rubinrot funkelnden Granatstein, entführt. Diese Etappe des Millstätter See Höhensteigs ist Teil des neuen Weitwanderwegs Alpe-Adria-Trail, der sich von den Hohen Tauern quer durch Kärnten bis zur Adria hinter Triest erstreckt. Hier liegen funkelnde Granatsteine tatsächlich am Weg oder finden sich als glänzende „Knöpfe“ in den Felsen eingeschlossen, die die Pfade säumen. Die edlen Steine weisen darauf hin, dass die Millstätter Alpe in ihrem Inneren das größte Granatvorkommen der Alpen birgt. Dem Karfunkel schrieben Ägypter, Griechen und Römer magische Kraft zu. Als Talisman hält er seine schützende Hand über Reisende (und Wanderer) und schenkt Hoffnung und Vertrauen.

Mit einigen Granatsteinen in der Tasche lassen sich die beiden Wanderer zur Rast an einem der neu geschaffenen Plätze nieder, deren sinnliche Inszenierung innige Gefühle aufkommen lässt. Die Rinde eines alten Baums lädt dazu ein, die Namen  der Liebenden einzuritzen und so die Verbindung zweier Herzen auch der Welt kundzutun.

Unter dem Granattor die Liebe besiegeln

Wenn das Granattor in das Blickfeld tritt, ist der höchste Punkt des „Sentiero dell’amore“ erreicht. Hoch oben auf der Millstätter Alpe thront der mächtige Durchgang, der die „Blutstropfen der Nocke“ durch seine Füllung aus Tonnen von Granatgestein ehrt. Gleichzeitig markiert das Monument den Ort, von dem sich der  Blick über den Millstätter See in seiner Gesamtheit öffnet. Dieser Platz mit seinem atemberaubenden Panorama, über den sich der Torbogen – gefüllt mit dem Feuerstein der Liebe – spannt, wäre ein geeigneter Ort, um niederzuknien und der Liebsten ewige Treue zu schwören und vielleicht den Ring zu überreichen, der das ewige Bündnis besiegeln soll.

Nach dem romantischen Aufenthalt unter dem Granattor folgen Wanderer entweder dem weiteren Wegverlauf dieser 2. Etappe des Millstätter See Höhensteigs bis zum Erlacherhaus oder gehen auf die Lammersdorfer Hütte mit Almkäserei, wo sie sich mit einer Kärntner Jause stärken und sich auch mit der Kunst des Käsens bekannt machen können. Von der Hütte führt eine asphaltierte Straße wieder ans Ufer des Millstätter Sees.

Zum Träumen, Schauen und Verweilen verleitet auch der „Sternenbalkon“ hoch über dem Millstätter See. Beste Tageszeit für den Besuch dieser  Aussichtsterrasse hoch über dem Wasser im Osten des  Millstätter Sees ist der späte Nachmittag, wenn die Sonne ihre letzten Strahlen über den See schickt, um als glutrote Scheibe in den Bergen im Westen zu versinken. Für die Jause bestellen sich die beiden Genießer einen Picknickkorb gefüllt mit den Köstlichkeiten der Mirnockbauern, den sie im nahegelegenen Gasthof Bergfried abholen.

Der Millstätter See. Das Juwel in Kärnten.

 Nähere Informationen zur Region:

A-9871 Seeboden
Thomas-Morgenstern-Platz 1
Tel. +43(0) 4766/ 3700
info@millstaettersee.at
www.millstaettersee.com

 

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(c) Beitragsbild: Millstätter See Tourismus GmbH. – MTG by steve haider

 

9. Januar 2014