Drei Weitwandern-Touren für drei sonnige Tage.

Weitwandern Millstätter See Höhensteig (c) Marktl Martin

Unser Weitwandern-Experte Martin freut sich auf das Pfingstwochenende! Was da alles weitwandern-mässig möglich ist – das hat er in seinem Pfingsten-Spezial-Blog niedergeschrieben! Eines schon mal vorweg – es ist kein Wochenende, das zum Couching einlädt… 🙂

Aus unserer Blog-Reihe: Das Weite suchen… – von und mit Martin Marktl.

 

 

Hoch hinaus!

Wissen Sie, liebe LeserInnen, was Pfingsten auf Englisch heißt? Nein? Das ist keine Schande, denn das wissen nicht einmal die Engländer so genau. Die einen sagen Pentecost, wenn sie das bevorstehende Wochenende meinen. Mir gefällt aber der zweite gängige Name besser, der da lautet: Whitsun. 

Denn ungefähr das steht uns erfreulicherweise bevor – ein Wochenende „with sun“. Mit sehr viel Sonne sogar! Egal, welchen Frosch man um seine Meinung fragt: Der Spaß beginnt bereits heute, und endet zumindest nicht, bevor wir alle wieder in die Arbeit müssen. Langer Rede, kurzer Sinn: Da geht was! 

Meine ebenfalls schon etwas vorfreudig-zappelnde Chefin bei weitwanderwege.com meinte daher, ich solle mir bitteschön etwas einfallen lassen, was man denn an diesem Wochenende alles anstellen könnte. Sehr gern – hier meine … 

 

… drei Touren für drei Tage „with sun“

 

Hoch hinaus – am KAT Walk.

Was am letzten verlängerten Wochenende noch nicht möglich war, wäre nun auf meiner Hitparade ganz oben, nämlich ein Ausflug in die Kitzbühler Alpen. Immerhin haben wir Juni, es ist also allerhöchste Zeit, auch mal der Baumgrenze zu Leibe zu rücken. Beispielsweise mit einer Aufwärmrunde von Hopfgarten nach Aschau (3 Tage, 52 km, 3600 m rauf, 3200 m runter). Für die, die mit dem Auto kommen: Von Aschau gibt es am Pfingstmontag-Nachmittag drei Öffi-Verbindungen zurück zum Parkplatz in Hopfgarten. 

Hoch hinaus – am Wilden Kaiser.

Wir bleiben in Tirol, wo uns die Bergfexe des Kaisergebirges fürs lange Wochenende eine maßgeschneiderte Dreitagestour von Going zum Hintersteiner See zusammengestellt haben. Mit dem (übrigens kostenlosen) Wandershuttle gibt es auch hier eine einfache Möglichkeit, zum Startpunkt zurückzukommen. Wen unterwegs der kleine Hunger quält, kann beispielsweise im beliebten Stripsenjochhaus einkehren, wo viele der spektakulären Höhenwege des Kaisergebirges zusammenlaufen. Auch sonst gibt es entlang des Weges etliche Wilde Käser, die sich ums leibliche Wohl kümmern.

Hoch hinaus – am Millstätter See.

Der Millstätter Almexpress hat bereits seinen Sommerbetrieb aufgenommen und ermöglicht uns auch hier eine Gebirgstour mit einfacher Rückkehr zum Startpunkt. Mein Vorschlag: Start in Millstatt mit dem Aufstieg durch den unlängst wiedereröffneten Schluchtenweg zur Schwaigerhütte. Das kann übrigens auch schon am Freitag geschehen, spektakuläre Hüttenübernachtung inklusive: Die Alexanderhütte thront direkt über dem Millstätter See und gehört sowieso zu meinen Lieblingshütten weltweit. Weiter geht’s dann in die Millstätter Alpe, wo sich am Gipfelkamm der Millstätter See Höhensteig mit Teilen des Alpe-Adria-Trails mischt. Tag zwei endet in der Altstadt von Gmünd, wo es sich erfahrungsgemäß in mehreren Traditionsgasthäusern sehr gedeihlich speisen lässt. Tag drei führt dann am Alpe-Adria-Trail über die Drachenschlucht, und endet bei der Kohlmaierhütte, von wo uns der Almexpress um 16:30 zurück in die Zivilisation bringt.

 

Bleibt mir nur, viel Spaß zu wünschen!

 

Aus unserer Blog-Reihe: Das Weite suchen – mit Martin Marktl.
Fortsetzung folgt! 🙂

Martin Marktl ist leidenschaftlicher Mehrtages-Wanderer und ist vorzugsweise auf heimischen Pfaden unterwegs. Im Laufe der letzten Jahre kamen auf Österreichs Weitwanderwegen schrittweise rund 5.000 Kilometer zusammen. Manchmal geht’s auch über die Grenze: Im Vorjahr gelang Martin im Rahmen eines Buchprojekts die Erstbegehung des Alpe-Adria Trails. Er lebt als glücklicher, frei(laufend)er Journalist und Buchautor in Kärnten und Wien.

Weitwandern Millstätter See Höhensteig (c) Marktl Martin

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Bildinfo:

© Martin Marktl – Hoch hinaus am Millstätter See

 

6. Mai 2015