Unser Tipp fürs Wochenende – 2 Tage am Trù di Prà

Titelbild Tru di Pra, © La Val

Das Wochenende steht ins Haus und die Wetterprognosen sind auch recht optimistisch. Die Temperaturen sollen wieder steigen und im Süden ist es ja bekanntlich noch ein klein wenig milder … also ab in den Süden nach Südtirol.

 

Durch blühende Bergwiesen in die Wunderwelt der Dolomiten – das verspricht diese Wanderung am Trù di Prà und hält definitiv ihr Versprechen!

 

Das idyllische Bergwiesendorf La Val / Wengen mitten in den Dolomiten ist Ausgangspunkt für den 2-Etappen Weg Trù di Prà! Eine perfekte Tour fürs Wochenende! Auf den knapp 24,5 Kilometern treffen wir auf wahre Blütenmeere, die Heilige Barbarakapelle, Bergbauernlandschaft und das legendäre Naturschauspiel „Enrosadira“.

Tag eins

Wir starten unsere Tour vom Dorfzentrum in Wengen aus und finden uns mitten in gepflegten grünen Wiesen wieder. Kulturlandschaft von 1.300 bis über 2.000 Meter über dem Meeresspiegel, entstanden durch mühevolle Handarbeit der bäuerlichen Vorfahren. Je höher wir kommen, desto artenreicher wird der Bestand der Wiesen. Gerade im Frühling und Sommer beeindrucken die Armentara-Wiesen oberhalb von La Val durch ihre Blütenfülle.

Als Highlight am Beginn des Weges fallen die Installationen des Meditationsweges „Memento Vivere“ ins Auge und das Wahrzeichen von La Val – die Kirche S. Berbura. Die erste zauberhafte Aussicht gibt es beim Ciablun-Hof, wo man auch auf den Sas dales Nü einkehren und sich stärken kann.

Wir kommen durch die Ortschaft Ciampei und haben unser erstes kleines Gipfelerlebnis am 1893 Meter hohen Corn Gipfel. Diesen folgen der Ju de Rit mit 1863 Metern und der Crusc de Rit mit einer Höhe von 2021 Metern. Wir gehen durch schöne Rit-Wiesen, haben am Weg zauberhafte Panoramablicke auf das Dorf und die umliegende Gebirgslandschaft, wandern durch Latschenkiefern und erreichen über einen steilen und schmalen Weg den Gipfel des Paresberges (2396 m). Hier wird innegehalten und die 360 Grad Aussicht in vollen Zügen genossen.

Von hier aus erfolgt der Abstieg, entlang des klaren Gebirgsbachs des Fanestales, durch die Ciamploret-Wiesen, vorbei an malerischen Almhütten und durch kühle Wälder bis nach Spescia.

Hier freuen wir uns schon auf unser Bettchen und ein feines Abendessen.

Tag zwei

Dieser beginnt mit einem herzhaften Frühstück und Vorfreude auf den bevorstehenden Wandertag. Am Vor-Abend hat uns noch der Hausherr von der landschaftlich abwechslungsreichen Strecke, einer Schneehöhle und weiteren Highlights vorgeschwärmt. Wir sind schon sehr gespannt und starten ausgeruht vom Ort Spëscia in den Wald. Über einen Forstweg, weiters vorbei an beeindruckenden Felswändes des Sas dla Crusc, durch Latschenkiefern kommen wir zur Schneehöhle. Dabei handelt es sich um eine natürliche Höhle, die durch die Schneeschmelze im Frühjahr entstanden ist. Und schon gelangen wir bei der Wallfahrtskirche Hl. Kreuz auf 2045 m an. Der Ort mit dem angeblich schönsten Panoramablick unserer heutigen Tagesetappe. Diese im Jahre 1484 geweihte Kirche liegt in der Berglandschaft eingebettet wie auf einer Postkarte und ist noch heute ein bedeutender Wallfahrtsort.

Dann geht es bergab durch die bezaubernde Blumenpracht der Armentara-Wiesen. Die Besonderheit dieser weiten Grünflächen, die im vergangenen Jahrtausend durch die landwirtschaftliche Arbeit entstanden sind, liegt in ihrer unglaublich großen Blumenvielfalt. Zahlreiche Orchideenarten zeigen ihre schöne Pracht und mehr als 60 verschiedene Vogelarten singen im Frühjahr um die Wette.

Bei der Ranch da Andrè, die am Rande dieser Armentara-Wiesen liegt, laben wir uns an den kulinarischen Köstlichkeiten Ladiniens und nehmen uns ganz fest vor, im Herbst, wenn die Lärchen in ihren bunten Farben leuchten, wiederzukehren.

Der weitere Wegverlauf führt uns vorbei an einer Bäume-Potpourri bestehend aus Zirben, Lärchen und Kiefern.

In der Ortschaft Al Bagn, die auf 1420 Metern liegt erwartet uns noch die heilsame Schwefelquelle.

Durch den Wald gelangen wir schlußendlich wieder am Ausgangsort La Val an und kommen auch noch in den Genuß des legendären Naturschauspiels „Enrosadira“: die Sonne lässt kurz vor dem Untergang die Felswände rot leuchten. Einfach nur herrlich und spektakulär!!!!

Glücklich und voll mit neuen und herrlichen Eindrücken treten wir den Heimweg an und freuen uns schon aufs nächste Wochenende und eine weitere Wochenendstour in den Bergen!

Nähere Informationen zu dieser Wanderung findet ihr hier.

8. Juni 2017