Weitwandern – einfach etwas für mich selbst.

Weitwandern Sonnenaufgang Rinsennoch - Nockberge - Kärnten - (c) Christoph Rossmann

Weit. Wandern. Zwei Begriffe mit denen ich zuvor nicht viel verbinden konnte. Aber je mehr ich mich mit dem Thema Weitwandern und den Menschen auseinandersetzte, umso deutlicher verstand ich den Sinn hinter diesem Begriff. Die Geschichten von beeindruckenden Menschen gaben mir eine völlig neue Sichtweise.

Ein Beitrag von Nadine Lauritsch

Das Weite aufzusuchen, zog mich bisher nie wirklich an. Weit – verknüpfte ich mit der Ferne, der nahen Zukunft. Eine Thematik, die für mich in der Gegenwart fehl am Platz war. Wandern – setzte ich in Verbindung mit Kindheitserinnerungen, als einem die Eltern noch zum Wandern mitnahmen, oder soll ich besser sagen „mitschleppten“. Und diese zwei Wörter, die ich zuvor eher mied, als mich mit ihnen zu beschäftigen, weckten doch eine gewisse Art von Neugierde.

Aber je mehr ich mich mit dem Thema Weitwandern und den weitwandernden Menschen auseinandersetzte, umso deutlicher verstand ich den Sinn hinter diesem Begriff. Die Geschichten von beeindruckenden Menschen gaben mir eine völlig neue Sichtweise.

Ein Mann, dessen Geschichte mir besonders nahe ging, war die von Dr. Markus Schlagnitweit, einem Theologen, Sozialwissenschaftler, Priester der Diözese Linz und Weltweitwanderer. Was er auf seinem Weg zu Fuß durch das Land suchte, waren die Begegnungen mit dem Anderen, dem Fremden. Das ist für ihn der eigentliche Sinn. Wirkliche Begegnungen sind immer ein Wechselspiel aus Geben und Nehmen. Und das darf der Wanderer auf Schritt und Tritt hautnah miterleben. Sogar der Radfahrer zieht an den zu Fuß Reisenden zu rasch vorüber. Zeit zum Grüßen oder gegrüßt zu werden hat auch dieser nicht. Der Wanderer sehr wohl schon. „Oft habe ich erlebt, dass meinem bloßen Gruß ein aufmunterndes Wort, eine Frage nach dem Woher und Wohin, eine Einladung zum Rasten und Verweilen gefolgt ist: in Gebirgsdörfern, auf einsamen Gehöften, an Gartenzäunen.

Meine einfache Frage nach dem Weiterweg mündete nicht selten in regelrechte Erzählrunden…“ Worte, denen ich begeistert lauschen durfte. Diese Menschlichkeit und Gastfreundschaft sind Werte, die man so heutzutage nur selten wiederfindet, schon gar nicht an den Sonnenstränden, die mit Massen von Touristen überfüllt sind, im all-inclusive Urlaub im Ferienclub oder in der Großstadt mitten auf der Einkaufsmeile. Niemand kann ein Land und dessen Bewohner so aufrichtig kennenlernen, wie ein Wanderer, der sich nur auf sich, seine Umgebung und seinen Umgebenden konzentriert.

Wenn ich so auf meine „ersten“ Wanderungen als Weitwanderer zurückblicke, muss ich gestehen: Sie haben Spuren hinterlassen. Durststrecken zu bewältigen und gegen Wiederstände zu bestehen sind nicht die einzigen Fähigkeiten, die ich mir durch diese aufschlussreiche Erfahrung aneignen durfte. Auch die Auseinandersetzung mit mir Selbst und der Stille, lehrte mir Freude und Begegnungen mit anderen Menschen umso mehr zu schätzen. An Zielen festzuhalten. Man hat Zeit sich selbst neu kennenzulernen und sich auf Sachen zu konzentrieren, für die man so im Alltag keine Zeit aufwenden würde. Jeder Baum, Strauch, Steinhaufen wird zu etwas Einzigartigen und Faszinierenden an sich. Kein Sonnenauf- oder Untergang gleicht dem Anderen.  Erste Sonnenstrahlen, die sich langsam auf das ganze Land ausbreiten. Augenblicke, die unbezahlbar sind.

Neben den landschaftlichen Perlen kam dann noch der Kontakt zu Menschen, denen ich so auf normalem Wege wahrscheinlich niemals begegnet wäre.  Manchmal bildete man kleine Wandergemeinschaften, die ein paar Tage andauerten und dann verabschiedete man sich wieder und machte Bekanntschaften mit anderen interessanten Menschen. Abwechslungsreich und aufregend.

Weitwandern ist für mich nicht mehr „nur was für ältere Menschen“ oder „nur für die, die keinen richtigen Sport machen wollen.“ Aus meiner Sicht ist Weitwandern eine Lebensqualität, ein Ausgleich zum lauten, hektischen Alltag. Nicht denken zu müssen, was auf einen zukommt. Vielleicht tut sich ja unterwegs etwas auf, etwas Neues, Unerwartetes.

Auch wenn das jetzt vielleicht egoistisch klingen mag, aber es ist etwas für mich selbst.

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Weitwandern – Sonnenaufgang Rinsennoch – Nockberge – Kärnten – (c) Christoph Rossmann

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(c) Beitragsbild: Weitwandern – Sonnenaufgang Rinsennoch – Nockberge – Kärnten – (c) Christoph Rossmann

14. Oktober 2014