Unterwegs am alpannonia®


"Es muss nicht immer eine ganze Woche sein – 3 Tage am alpannonia® reichen auch, um 1000e Eindrücke zu sammeln, Grenzen zu überschreiten, die Schönheit der Natur in unzähligen Facetten zu erfahren. Ruhe genießen und Energie tanken. Nehmt euch nur 3 Tage Zeit, wandert am alpannonia® – macht einen Gipfelsieg, entdeckt verlorene Orte und badet in Wäldern…"


Hier folgt ein Routenvorschlag, wie ihr in 3 Tagen einen kleinen aber feinen Einblick in die landschaftliche Schönheit im Osten Österreichs und Ungarns bekommt…

Alles auf einen Blick Auf ins Abenteuer Natur

Hier folgt ein Routenvorschlag, wie ihr in 3 Tagen einen kleinen aber feinen Einblick in die landschaftliche Schönheit im Osten Österreichs und Ungarns bekommt…vom steirischen Joglland wandern wir bis aufs Stuhleck und zum Pfaffensattel. Am nächsten Tag machen wir uns auf die Reise vom Dach der Buckligen Welt, dem Hutwisch, durch die sanften Hügel des Burgenlandes, begegnen einem Guglhupf und einer Speckkammer und landen schlussendlich im idyllischen Bernstein – einem wahren Edelstein.

Am dritten Tag nehmen wir die letzte Etappe des alpannonia® in Angriff und wandern, wie es der Name schon verrät,

vom Geschriebenstein durch junge Birkenwälder und durch alte majestätische Hainbuchen, durch die Pannonische Tiefebene, bis nach Köszeg.

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alpannonia_Auswahl_Tag1_x © Karmen Nahberger

Das muss unbedingt in den Rucksack Bestens gerüstet für den alpanonnia®

  • Keine Wasserstellen entlang der meisten Etappen – ausreichend Wasser mitnehmen –  wichtig auch für das Wandern mit Hund
  • Unbedingt eine Kopfbedeckung einpacken – Wind und Sonne
  • Mückenspray – vor allem in den Wäldern notwendig
  • Sonnencreme

TAG 1 Roseggerhof - Pfaffensattel (Teil der Etappe 1a & 1b)

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alpannonia_Auswahl_Tag1_2 © Karmen Nahberger

Die erste Etappe des alpannonia® beginnt im wunderschönen Waldheimat Joglland – und nicht umsonst heißt es hier Waldheimat. Der Weitwanderweg startet im grünen Herzen Österreichs und führt durch idyllische, moosbedeckte Hügel und frisch duftende Fichtenwälder. Diese Etappe ist nicht nur aufgrund der leichten Routenführung ein Genusswanderweg sondern auch, weil riesige Schwarzbeer-Haine den Weg zu beiden Seiten säumen. Entlang der gesamten Tagesetappe wachsen Blaubeersträucher und laden uns zum Stehenbleiben und Naschen ein.

 

Abwechslungsreich gestaltet sich diese Etappe, die zuerst durch schattige Wälder und dann wieder durch aussichtsreiche Wegabschnitte führt, die den Weg zu einem richtigen Panorama-Erlebnis machen.

Von einem ausgiebigen Waldbad in den wohlriechenden Wäldern des Jogellandes geht es dann über die schönen, idyllischen Almlandschaften auf dem Weg zum Stuhleck.

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Einkehr auf der Alm

Eine Einkehr im Rossegger Schutzhaus erfüllt alle Erwartungen an eine Almhütte – ein uriges Ambiente, eine faszinierende Aussicht und natürlich, das Wichtigste: eine gute Küche.

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Von der Hütte aus ist man in 10 Minuten bei der Peter Bergner Warte – einem bekannten Aussichtspunkt und Attraktion der ersten alpannonia® Etappe. Dieser Aussichtsturm ist aber ganz offensichtlich auch bei Pärchen sehr beliebt und ein romantisches Plätzchen – ein Lebens(t)raum Bankerl und aus Steinen gelegte Liebeserklärungen sind ein ewiger Beweis.

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Bei Regen ein Segen Lebensraum Hochmoor

Das kleine Hochmoor ist ein artenreiches Biotop und ein vielseitiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Wenn es denn regelmäßig regnet, wandert man über gepflegte Holzstege und kann fleischfressende Pflanzen und „fliegende Edelsteine“ (Libellen) beobachten. Ein kleiner Rückzugsort im Hochgebirge, der mit sehr viel Liebe zum Detail gebaut und gepflegt wird.

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Stuhl im Eck Am höchsten Punkt des Weges

Überraschenderweise konnte dieser ominöse Stuhl im Eck nicht angetroffen werden, aber dafür das prachtvolle Gipfelkreuz und das Alois-Günther-Haus, die beide am Berggipfel des Stuhlecks trohnen.

Von da an geht es wieder über die Schwarzbeerfelder und saftigen, grünen Almwiesen bergab und Richtung Pfaffensattel, dem Ende der Etappe.

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TAG 2 Hutwisch/Hochneukirchen - Bernstein (Etappe 4)

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Am Dach der Welt

Unsere Etappe beginnt am Dach der Welt – ungelogen. Wir starten am Hutwisch, dem Aussichtsturm auf 892 Metern Seehöhe und dem Dach der Buckligen Welt. Die Belohnung für die 102 Stufen sind ein frisches Lüftchen und ein Blick über üppige grüne Wälder, die von oben wie eine riesige Mooslandschaft wirken.

Vom Leithergebirge, der Rax und dem Schneeberg reicht der Blick vom Hutwisch bis nach Bratislava in die Slowakei – und zeigt wohin die Reise führt – über die sanften, buckligen Wellen, die eine Idylle und Harmonie ausstrahlen, die das Landschaftsbild hier sehr besonders machen.

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Hoher Wellengang Ein Meer an sanften Hügeln

Vom Hutwisch führt der Weg über die sanften Hügel Niederösterreichs über die Grüne Grenze ins Burgenland. Man streift durch Feldwege, entlang der Getreidefelder, die verziert sind mit leuchtenden, königsblauen Kornblumen. Mit einem sanften Wellengang wiegen sich die Ähren im Wind. Eine genüssliche Wanderung, die einen immer wieder zu kleinen, feinen Aussichtspunkten führt.

Guglhupf und Speckkammer

Neben dem Hutwisch gibt es auf dieser Etappe auch eine weitere aussichtsreiche Attraktion: den Guglhupf. Von hier aus kann man im Norden bis zum Neusiedlersee und im Süden bis nach Kärnten blicken.

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Alte Buchenwälder Graue Riesen so weit das Auge reicht

Der alpannonia® beeindruckt mit wunderschönen, facettenreichen Wäldern. Diese Etappe hat für Waldliebhaber einige Vorzüge zu bieten. Man wandert kilometerweit durch alte, imposante Hainbuchenwälder, die durch leichte Brisen durchflutet werden und an heißen Tagen Kühle und Schatten bieten. 

Bernstein Der Name ist Programm

Bernstein ist ein wunderschöner Ort, den man durch alte Buchenwälder erreicht. Ganz unverhofft steht man auf einmal vor einem großartigen Panorama – zu Füßen der Burg Bernstein und den Ort vor Augen. Ein idyllisches und gepflegtes Städtchen. Der Name Bernstein verspricht ja schon einiges und dieser kleine Ort ist wirklich ein wahres Schmuckstück, der es verdient, dass er genauer betrachtet wird.

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Felsenmuseum Versteckte Schätze

Das Wort Museum ist nicht immer nur positiv behaftet und hat den Ruf oft etwas langatmig oder gar langweilig zu sein. Aber es gibt Sammlungen, die sind wirklich etwas Besonderes und hinterlassen bleibende Eindrücke. Das Felsenmuseum ist so ein besonderer Ort, der Kunst und die Faszination für Edelsteine vereint. Ein Ort voller geschichtlicher, kultureller und auch geologischer Schätze, die zum Teil in einem alten Stollen darauf warten entdeckt zu werden.

Neben einer Ausstellung von besonderen und seltenen Edelsteinen, findet man dort auch die Kunstwerke von Hr. Posch, dem Gründer des Felsenmuseums. Als vielseitiger Künstler hat er nicht nur Bilder und Skulpturen erschaffen, sondern auch sehr spezielle Werke, wie die Sphärenkugel. Die Sphärenkugel ist eine kunstvoll gefertigte Kugel, die im Inneren noch weitere Kugeln enthält. Alles aus einem Stück gefertigt – faszinierend und unglaublich zugleich.

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Die Welt der Edelsteine

Auch das Thema Bernstein findet einen großen und entsprechenden Platz im Felsenmuseum. Einschlüsse und Steine mit Einschlüssen, Schmuck und das Thema Bernsteinstraße werden thematisiert.

Ein ganz besonderer Teil der  Ausstellung ist der, in dem ausgewählte Edelsteine und Edelsteinplatten in einem dunklen Raum beleuchtet werden. Ein mystisches Ambiente und atemberaubende Farbspiele bezaubern die Gäste. 

Verdienter Abschluss Eine Reise in die Vergangenheit

Zu guter Letzt gehört es auch dazu nach einem Tagesmarsch gut einzukehren. Stilvoller als im Cafe Postkastl geht es wohl nicht. Ein wirklich außergewöhnlicher Ort mit einem Flair aus vergangenen Zeiten.

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TAG 3 Geschriebenstein - Köszeg (Etappe 6)

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Wenn man an Pannonische Tiefebene denkt, kommen einem zweifellos Assoziationen in den Sinn, wie brütende Hitze und steppenartige Naturlandschaft – das Bild erfüllt sich auf der letzten „pannonischen“ Etappe ganz und gar nicht. Der alpannonia® ist in der warmen Jahreszeit nicht zu heiß, sondern auch im Sommer ein toller Weitwanderweg. Gerade auch auf der letzten Etappe, die nach Ungarn führt, wandert man bis auf ein kurzen Stück in Köszeg immer durch lauschige und lichte Wälder – also statt praller Hitze – kühle Brise.

Das Besondere an der letzten Etappe ist die Wanderung durch die vielen, unterschiedlichen Landschaftsbilder und unterschiedlichen Wälder. Anfangs, an der ungarisch-österreichischen Grenze spaziert man durch einen jungen, hellen Birkenwald, der dann in einen imposanten Wald aus Weißbuchen führt.

Wieder im Reich der Grauen Riesen Waldbaden vom Feinsten

Ein ganz besonderes Gefühl durch diese grauen Riesen hindurch zu gehen – hell, luftig und frisch. Klingt doch nach einem perfekten Waldbad oder? …….kurze Info zum Waldbaden.

Die letzte Etappe führt von der österreichisch-ungarischen Grenze am Greschriebenstein (Ittörko) bis nach Köszeg – dem Etappenende des alpannonia®.

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Der Aussichtsturm am Geschriebenstein ist ein Relikt aus der Zeit des Eisernen Vorhangs. Der Grenzstein steht heute noch. Vor 30 Jahren führte hier der Eiserne Vorhang vorbei, schwer vorstellbar, dass das einst ein Mienenfeld war. Ein- und Ausreisen waren quasi unmöglich. Vom Turm aus hat man einen wunderschönen Ausblick in die Pannonische Ebene.

Vom Geschriebenstein geht es über schöne Waldpfade durch wunderschöne Jungbirkenwälder. Man würde meinen, dass man am alpannonia®, vor allem im letzten Wegabschnitt ständig in der prallen Sonne wandert. Weit gefehlt – es gibt nicht viele Weitwanderwege, die eine so große landschaftliche Vielfalt bieten und an denen man so viel und oft durch die unterschiedlichsten Wälder wandeln darf. Waldbaden ist ausdrücklich erlaubt!

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Lost Places Auf der Suche nach vergessenen Orten

Der alpannonia® ist nicht nur landschaftlich unglaublich vielseitig und attraktiv. Die kulturellen und historischen Besonderheiten machen den grenzüberschreitenden Weitwanderweg zu einer erlebnisreichen Attraktion.

Lost places, sogenannte “vergessene Orte” findet man überall am alpannonia®. Aber man muss wissen wo! Alte, sehenswerte und verfallene Mühlen, historische Gebäude und kulturelle, architektonische Schätze, schaffen beim Durchwandern eine mystische, ganz besondere Stimmung.

 

Ein wahrer Schatz ist eine verlorene und vergessene, alte russische Kaserne, die einst Macht demonstrierte und heute von der Natur zurückerobert wird. Dunkle Gänge, eingefallene Dächer, die von wilden Rosen verziert werden. Ein ganz besonderer Ort, ruhig, faszinierend und voller Geschichte. Ein Ort, der nur darauf wartet in den Wäldern Ungarns entdeckt zu werden.

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Steirerhäuser Eine Hommage an die Monarchie

Der Weg führt auch vorbei an den sogenannten Steirerhäusern. Ein Relikt aus der K&K Monarchie. Heute ein gepflegtes Forstmuseum mitten in den prachtvollen ungarischen Buchenwäldern – benannt nach den Förstern aus der Steiermark, die von Kaiserin Maria Theresia als Arbeiter hier angesiedelt wurden. Eine weitere Besonderheit an den Steirerhäusern: rund herum wurden viele unterschiedliche Bäume gepflanzt und das Areal gleicht, wenn man etwas genauer hinsieht, einem großen botanischen Garten.

Öffnungszeiten/Forstmuseum: Di, Do, Sa. & So von 10-16h

Die Natur ist der beste Designer "Windige" Kunst

Für den einen ein bedauerlicher Sturmschaden, für den anderen ein meisterhaftes Kunstwerk, das nur die Natur auf diese Art entstehen lassen kann. Wie ein Landart-Kunstwerk findet sich mitten im Wald ein Baum, der vom Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurde und nun als faszinierendes Meisterwerk die Landschaft ziert.

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Das Ende in Sicht

Auf den verbleibenden Kilometern der letzten Etappe gibt es noch eine weitere Attraktion, die Ruine Óház-tető, mit ihrem Aussichtsturm. Von oben ist der Blick weit und frei und das Etappenziel liegt in greifbarer Nähe. Zum herbeigesehnten Ziel führt der Weg durch die schattigen, mächtigen Wälder, direkt an den Stadtrand von Köszeg.

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TIPP: in Köszeg ist das aufwendig gestaltete Naturparkmuseum. Eine erlebnisreiche und interessante Ausstellung zur Flora und Fauna des Naturparks Írottkő-Geschriebenstein. Hier werden spannende Inhalte über das Leben im Naturpark vermittelt, gerade für Familien ist die Ausstellung ein guter Anlaufpunkt.

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Ein Spaziergang durch die historische Stadt Köszeg darf nicht fehlen. Ein Besuch in der Kathedrale und anschließend eine Einkehr in eines der zahlreichen Lokale, in denen man herrliche Mehlspeisen, Eiskreationen und Torten verköstigen kann. Belohnung muss schließlich sein!




29. Juli 2019