Wandertagebuch über den Dachsteinrundwanderweg

Blick von der Türlwandhütte auf das Dachsteinmassiv und die Dachstein Südwandhütte (ganz rechts auf dem grünen Bergrücken)

An diesem Wochenende nahm ich mir mit einer Freundin die siebente Etappe und achte Etappe des Dachsteinrundwanderweges vor.  Gleich  zu Beginn war für uns klar, dass wir auch auf den Krippenstein fahren um die Eishöhle zu besuchen. Das so sagte man uns ist ein echtes Muss, wenn man hier unterwegs ist!

Gut gestärkt nach dem Frühstück, ging es schon um 8:40 mit der ersten Gondel der Dachstein Krippensteinseilbahn zur Mittelstation Schönbergalm. Direkt an der Kasse wurden wir von unserem Guide in Empfang genommen. Ein gut befestigter Weg führte uns durch die Schönbergalm, vorbei an kleinen Höhlenmuseen zum Höhleneingang, der in ca. 20 Minuten erreicht war. Schon nach ein paar Minuten begann die Führung in Deutsch und Englisch.

Zuerst marschierten wir durch einen eisfreien Teil der Höhle. Unser Guide unterhielt uns  auf diesem Stück mit interessanten Erzählungen über die Höhlenwelten am Krippenstein, der Teil des Dachsteins Massiv ist. Schön langsam merkten wir dass es immer kühler wurde, sogar bis auf 0 bis  -1 Grad sank die Temperatur! Also unbedingt Jacke und mindestens ¾ Hose dabei haben 🙂 . Viele Stufen führten uns einige Höhenmeter über die Eisformationen. Besonders gefielen uns die Lichteffekte, die das ewige Eis noch einzigartiger erstrahlen ließen.

Etappe7-Wanderung-Soleweg-Obertraun-Eish+Âhle-Foto-Ebenlechner-Petra

Im Parsivaldom sahen wir eine kleine Plattform, die wie eine Bühne wirkte! Unser Guide erklärte, dass in den nächsten Tagen ein Klavier in die Höhle gebracht wird, da jährlich im August in der Eishöhle einmal wöchentlich „Eisklang Konzerte“ stattfinden.

Nach gut 50 Minuten im Berg erreichten wir den Ausgang der Höhle. Rasch eilten wir den Weg wieder hinunter zur Schönbergalm um mit der Seilbahn direkt auf das Krippensteinplateau hoch zu fahren. Die Welterbespirale und Aussichtsplattform 5Fingers standen auch noch auf unserem Programm!

Der Weg von der Bergstation vorbei an einer kleinen Bergkapelle bis zu den 5Fingers ist sehr breit angelegt und die Aussichtsplattform ist in ca. 30 Minuten zu schaffen!

Etappe7-Paragleiter-Krippenstein-Foto-Viorel-Munteanu

Wir konnten unterwegs auch Paragleiter beim Starten beobachten. Ein herrlicher Blick bot sich uns von den 5Fingers zum Dachstein, die umliegende Bergwelt sowie nach Obertraun, über den Hallstättersee bis nach Bad Goisern wo unser heutiges Tagesziel war!

Der Rückweg führte uns an der Welterbespirale vorbei, dort hat man die Berggipfel beschrieben.

Für eine Rast können wir die Lodge am Krippenstein sehr empfehlen. Diese wird von einer jungen Familie betrieben, die wunderbare regionale Schmankerln täglich frisch zubereiten. Auch für Familien mit Kindern ist die Lodge der Einkehrtipp schlechthin. Neben dem Haus befindet sich ein kleiner Streichelzoo.

Dann ging es wieder retour zur Bergstation und mit der Panoramagondel ins Tal. Diese fährt alle 15 Minuten! Direkt vor der Talstation ist die Postbushaltestelle und so fuhren wir mit dem Bus bis Hallstatt (Haltestelle Hallstatt Lahn).

Begeistert schlenderten wir durch den malerischen UNESCO Welterbeort direkt am See und und atmeten die mehr als 7000 Jahre Geschichte des Salinenortes förmlich ein.

Einen kurzen Stopp legten wir im Sportgeschäft Janu ein. In dessen Keller wurden bei Umbauarbeiten tolle historische Funde gemacht, die den Besuchern Hallstatts für Besichtigungen während der Öffnungszeiten offen stehen.

Für einen Rundgang im Welterbemuseum sowie Besuch im ältesten Salzbergwerk oder gar eine Schifffahrt fehlte uns leider die Zeit. Da sollte man einen zusätzlichen Tag einplanen um alles zu sehen!

Vom Marktplatz in Hallstatt konnten wir die Aussichtsplattform Hallstatt-Skywalk – Welterbeblick erkennen. Bestimmt ein wunderschöner Ausblick wenn man von dort aus auf Hallstatt blicken kann.

Unsere Tour führte uns noch zur katholischen Kirche mit dem prachtvollen Flügelaltar und natürlich dem Beinhaus.

  

Dahinter ging der Weg in sehr vielen Stufen und Serpentinen hoch zum Soleleitungsweg.

Nach einigen Minuten erreichten wir die Abzweigung Soleweg nach Bad Goisern.

Dieser Weg von rund 10 km Länge ist als Themenweg gestaltet, so gelangten wir immer wieder zu Stationen über die Geschichte von Hallstatt, deren Umgebung und natürlich auch zur Pipeline, in der die Salzlauge vom Salzbergwerk zur Saline nach Ebensee geleitet wird. Auch die herrliche Natur genossen wir.


Nach einiger Gehzeit erreichten wir die Brücke „Gosauzwang“ die sich in 43 Meter Höhe über den Gosaubach erstreckt.

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Die Talüberquerung war leider gesperrt und so mussten wir ein Stück auf der Bundesstraße bis Gosaumühle gehen. Der Fahrbahn Begrenzungsstreifen wurde wahrscheinlich vor kurzem nachgemalt – da sind wir schon reingetreten und verewigten uns so auf der Straße 🙂 Wir haben Tränen gelacht als wir hinter uns die Abdrücke unserer Fußspuren sahen!

Etappe7-Wanderung-Soleweg-Umleitung-Fu+ƒabdr++cke-Foto-Ebenlechner-Petra

Den Umleitungsschildern gefolgt, gelangten wir wieder auf den Soleweg.

In der Ortschaft Steeg sahen wir dicke Rohre die aus dem Berg kamen. Hier wird das Wasser des Gosau Stausees zum Antrieb der Turbinen in das Kraftwerk der Energie AG geleitet.

Etappe7-Wanderung-Soleweg-Rohre-zum-Kraftwerk-Foto-Ebenlechner-Petra

Nach Steeg führt der Soleweg entlang einer schmalen Straße durch die Ortschaft Gschwandt. Dort kamen wir an einem kleinen Museum namens „Solestube Eck“ vorbei. Ein Blick hinein lohnt sich! Informationen der früheren Salinen – bzw. Strehnarbeiter werden dort erzählt.

Nach gut 3 Stunden Wanderung ab Hallstatt, erreichten wir unser Etappenziel Bad Goisern!

Schön wars!

„Im Frühtau zu Berge – wir gehen tralala ……“

Mit diesem Wanderlied unserer Kindheit im Ohr, starten wir mit einer guten Wetterprognose bereits 07.00 Uhr morgens, um die letzte Etappe des Dachstein Rundwanderweges zu erobern.

Mit dem Taxi fuhren meine Freundin und ich von Bad Goisern zum Parkplatz Trockentann.

Da starteten wir unsere Wanderung am Weg 880 vorbei an der Trockentannalm zur Goiserer Hütte. Hoch über uns konnten wir die Hütte schon sehen, aber der Weg war noch weit!

Eine erste Rast genossen wir auf einer kleinen Bank am sogenannten „Saurucken“ mit Blick auf den malerischen Ort Bad Goisern.

Der etwas steinige Anstieg führte uns vorbei an der Wallmann-Poidl-Rast.

Etappe8-Wanderung-Goisererh++tte-Wallmann-Poidl-Rast-Foto-Ebenlechner-Petra

Unser Weg erstreckte sich entlang sehr alter Lärchen, Latschen und nach einigen Serpentinen gelangten wir zur „Dichtlerin“ Quelle. Hier erfrischten wir uns mit kühlem, glasklarem Bergwasser – herrlich!

Ein kurzes Weilchen konnten wir auch eine Gemse in der Nähe der Latschenfelder beobachten.

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Dieser Anblick war für uns etwas ganz Besonderes!

Ein gutes Stück hatten wir noch vor uns. Etwas steinig und steil, knapp am Felsen ging es dann den letzten Abschnitt in Richtung Goisererhütte!


Dieser Wegeabschnitt ist hervorragend beschildert und markiert.

In gut 3 Stunden gemütlicher Wanderung hatten wir die Hütte in greifbarer Nähe. Aber vor einer Einkehr wollten wir natürlich noch den Kalmberggipfel erreichen!

Die nächste Rast legten wir bei der Kalmooskirche ein. Ein mystischer Ort. Früher versteckten sich in dieser Höhle die Protestanten um ihre Gottesdienste zu feiern. Es wurde vor einiger Zeit sogar ein kleiner Altar und ein Kreuz angebracht. Einmal im Jahr findet auch heute noch ein Gottesdienst statt. Ein toller Ort die Stille auf sich wirken zu lassen!

Etappe8-Wanderung-Goisererh++tte-Kamooskirche-Foto-Katharina-Scherz

Weiter des Weges bis zum Kalmberggipfel wurde es dann doch etwas anstrengend. Wir konnten das Gipfelkreuz ewig nicht sehen und der Weg wurde immer steiniger und steiler. Wanderer mit nicht so guter Kondition und Trittsicherheit sollten besser gleich in der Goisererhütte einkehren oder bei der Kalmooskirche den Retourweg antreten.

Wir wurden dann aber belohnt mit dem Blick zum Indianerkopf!

Nach dem anstrengenden Anstieg schafften wir auch noch die letzten paar Meter zum Gipfelkreuz.

Ich machte große Augen, als plötzlich meine Freundin zwei Sektgläser und ein kleines Fläschchen aus dem Rucksack zauberte. Der letzte Gipfel am Ende vom Dachsteinrundwanderweg sollte gefeiert werden – Prost!

Wir genossen noch die Aussicht nach Bad Goisern und Gosau und dem König Dachstein! Nun hatten wir uns eine Stärkung verdient und so gingen wir fast leichtfüßig in Richtung Goiserer Hütte. Einige Zeit verweilten wir auf der schönen Terrasse und genossen die herrliche Küche, bis wir unseren Heimweg antraten.

Am gut markierten Weg ging es über Almweiden, vorbei an mit Steinmauern eingezäunten Almhütten und an weidenden Kühen marschierten wir durch den Hochwald in Richtung Iglmoosalm.

Langsam stellte sich Müdigkeit bei uns ein.

Auf der Forststraße angelangt, war es zur Iglmoosalm nicht mehr weit. So beschlossen wir uns noch Kaffee und Kuchen in der Alm zu gönnen!

Wieder gut gestärkt, ging es weiter talwärts entlang der Forststraße bis zur Abzweigung auf den Waldweg Richtung Gosau, die sehr leicht zu übersehen ist! Wir erreichten dann das Gosautal in der Ortschaft Ramsau.

Von dort war es nicht weit zur Bundesstraße 166, wo auch gleich eine Postbushaltestelle war! Da wir beide schon sehr müde waren, entschieden wir uns mit dem Bus bis zum Gosausee zur fahren! Den Panoramaweg werden wir dann ein anderes Mal erwandern.

Es war unheimlich schön! Lg, Eure Petra

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Beitragsbilder: (c) Petra Ebenlechner ; Titelbild: (c) René Eduard Perhab

 

Weitere Infos zur Region:

Dachstein Rundweg logoRZ 2014

Urlaubsregion Schladming-Dachstein
Ramsauerstraße 756
8970 Schladming
ÖSTERREICH
Tel. +43 (0)3687 233 10
Fax +43 (0)3687 232 32
www.dachsteinrundwanderweg.at
dachsteinrundwanderweg@schladming-dachstein.at

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5. September 2016