Der Höhenweg-Steinwaldweg


In Oberfranken, im äußersten Nordosten des Freistaates Bayern, wo dieser an Sachsen sowie an die Tschechische Republik grenzt, befindet sich der Naturpark Fichtelgebirge. Im Jahre 1971 gegründet, befand er sich lange Zeit an der Peripherie zu zwei „Warschauer Pakt“-Staaten und damit im sogenannten Zonenrandgebiet. Im Süden schließt sich der deutlich kleinere Naturpark Steinwald an. Durch den Naturpark Fichtelgebirge führt der Höhenweg, durch den Naturpark Steinwald der Steinwaldweg. Werden beide Wege miteinander verbunden, ergibt sich eine traumhafte Wanderung von Schwarzenbach an der Saale nach Waldsassen.

Rudolfstein © Thorsten Hoyer

Hardfacts Der "Geheimtippweg" des Wandermagazines

  • Länge: 8 Etappen (ca. 80 km)
  • Start: Schwarzenbach an der Saale
  • Ziel: Waldsassen

 


Zwischen Großbüchelberg und Pleußen © Thorsten Hoyer
Aufstieg zur Platte © Thorsten Hoyer Anstieg auf die Platte, den höchsten Berg im Steinwald.

Großer Waldstein © Thorsten Hoyer

Etappen des Wanderweges:

  1. Etappe: Schwarzenbach an der Saale – Fichtelgebirgsvereins(FGV)-Unterkunftshaus Waldsteinhaus
  2. Etappe: FGV-Unterkunftshaus Waldsteinhaus – Weißenstadt
  3. Etappe: Weißenstadt – FGV-Unterkunftshaus Seehaus
  4. Etappe: FGV-Unterkunftshaus Seehaus – Silberhaus
  5. Etappe: Silberhaus – FGV-Unterkunftshaus Kösseinehaus
  6. Etappe: FGV-Unterkunftshaus Kösseinehaus – FGV-Unterkunftshaus Marktredwitzer Haus
  7. Etappe: FGV-Unterkunftshaus Marktredwitzer Haus – Gasthof Rumberghof (Mitterteich)
  8. Etappe: Gasthof Rumberghof – Waldsassen

Mehr Infos zu den Etappen findest du hier.


Highlights Das musst du unbedingt besichtigen:

 
  1.  Die Gedenktafel des Dichters Jean Paul bei Schwarzenbach
  2. Der Teufelstisch, der sich prominent inmitten der Felsen des Großen Waldsteins erhebt
  3.  Die Kirchen, das Kristallbergwerk, der Felsenkeller, die Scheunenreihen und der Marktplatz von Weißenstadt
  4. Der 866 m hohe Rudolfstein Berg, der durch die ausgeprägten Wollsackverwitterung des Granitgesteins ein auffälliges Äußeres hat und charakteristisch für das Fichtelgebirge ist 
  5. Der Turm des Schneebergs: den ehemals militärisch genutzten Fernmeldeturm umgibt eine herbschöne Landschaft.
  6. Das Seehaus ist eine beliebte Anlaufstelle unter Wanderer, denn hier befindet sich ein Knotenpunkt verschiedener Wanderwege.
  7. Auch ein Rast beim Kösseinhaus lohnt sich, denn hier kann man die fränkische Küche ausprobieren. Das Haus steht auf dem Gipfel der Großen Kösseine, über den zahlreiche Wanderwege führen
  8. Der Steinwaldweg verläuft über die Platte, den höchsten Berg im Steinwald. Ein Aussichtsgipfel ist er zwar nicht, steigt man aber auf den Oberpfalzturm, sieht die Sache völlig anders aus!
  9. Die Burgruine Weißenstein: die Bronzeplastik an der Burg symbolisiert das Bindeglied zwischen Himmel und Erde.
  10. Die kurzen Türme der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Fuchsmühl fallen sofort ins Auge: aufgrund wiederholter Sturmschäden, mussten diese zurückgebaut werden.
  11. Die Basilika Waldsassen ist ein säkularisiertes Kloster, in dem Zisterzienserinnen leben. Sie zählt zu den glanzvollsten Barockkirchen Süddeutschlands.
 
 
 
Großer Waldstein © Thorsten Hoyer
Mappe Höhenweg-Steinwaldweg © wandermagazin

Etappen der Wanderung © wandermagazin

 

Zwischen Weißenstadt und Rudolfstein © Thorsten Hoyer

Zwischen Hallerstein und Grßer Waldstein © Thorsten Hoyer Die Wanderwege im Fichtelgebirge sind sehr gut markiert. Das „H“ steht für Höhenweg, das „S“ aber nicht für Steinwaldweg, sondern für Seenweg

Tipps & Wissenswertes Wichtige Infos rund um den Weg

  • MARKIERUNG: Der Höhenweg ist mit einem weißen H auf rotem Grund markiert, der Steinwaldweg trägt eine weiß-rote Markierung. Die Markierungen sind durchgängig und ausreichend.
  • ANREISE: Die Anreise nach Schwarzenbach a.d. Saale empfiehlt sich mit der DB, mit längeren Fahrzeiten und mehrmaligen Umsteigen muss jedoch gerechnet werden. Die  Verbindungen führen meist über Nürnberg Hbf und Hof im Frankenwald.
  • ÜBERNACHTUNGSTIPPS: Hotel Zum Waldstein in Weißenstadt, Kösseinehaus, Hotel Zum Hackelstein in Fuchsmühl, Abtei Waldsassen
  • ABREISE: Waldsassen verfügt über keine Bahnanbindung. Buslinien sind auf die Schulferien ausgerichtet. Komfortabel sind Rufbusse, bei denen der Fahrtwunsch angemeldet wird. Die nächsten Bahnhöfe sind in Wiesau und Marktredwitz.
  • VERLÄNGERUNG: Das Kloster Waldsassen ist Pilgerziel der 300 km langen Via Porta mit Start im Kloster Volkenroda. Der ökumenische Pilgerweg führt von Thüringen über Tschechien nach Bayern. In entgegengesetzter Richtung wandert man über die Stadt Cheb (Eger) und zum Thermalort Franziskovy Lazne (Franzensbad). Von tschechischer Seite gibt es gute Zugverbindungen nach Deutschland.
 

Wanderinsights von Thorsten Hoyer Hier einige Auszüge aus dem Wandermagazin!

Ruine Weißenfels © Thorsten Hoyer Die Ruine Weißenstein ist ein spannender Ort und einer der beliebtesten Ausflugsziele im Fichtelgebirge

Rudolfstein © Thorsten Hoyer

Die Wollsackverwitterung „Na dann nichts wie auf die Schüssel!“

Das markante Aussehen des Felsenturms, typisch für die Felsen im Fichtelgebirge, gleicht riesigen aufeinander gestapelten Kieseln. Aus einiger Entfernung betrachtet, macht der Felsenturm einen instabilen Eindruck. Als ob alles ins Wanken gerät, sobald man nur die Absicht hat, dort hinaufzusteigen. Diese spezielle Form der Verwitterung heißt  Wollsackverwitterung. Ob nun gestapelte Kiesel, Kissen, Matratzen oder wollgefüllte Säcke – die Aussicht von der 877 m hoch gelegenen und mit einem Pavillon gekrönten
„Schüssel“ ist grandios.

Der höchste Berg "Ich sehe und staune"

Ich steige durch einen Hohlweg kräftig bergan, Wurzeln und Felsplatten fordern meine  Aufmerksamkeit. Der Pfad bringt mich geradewegs zum mächtigen Felsmassiv Rudolfstein, dessen „Wollsäcke“ wie von einem Künstler komponiert zu sein scheinen. Ich befinde mich auf 866 m und steige zwischen den Felsen die Stufen zu einem Aussichtspunkt empor. Die Aussicht über den Wald, den Weißenstädter See und zum Schneeberg ist überwältigend. Kurz darauf überrascht mich das Ensemble der Drei-Brüder-Felsen. Fast scheint es mir unglaublich, dass allein durch Verwitterung eine so akkurate Klüftung des harten Granitgesteins möglich ist.
Nusshardt © Thorsten Hoyer

Kösseineturm © Thorsten Hoyer

Hoch hinauf "Mystische Stimmung auf dem Gipfel der Großen Kösseine"

Ich mache mich auf den Weg zum 972 m hohen Nußhardt, dem dritthöchsten Berg des Fichtelgebirges. Die Besonderheit dieser Felslandschaft sind die von alten Flechten und Moosen bewachsenen Granitplatten auf der Flanke des Berges. Der höchste Punkt des Nußhardtfelsens ist über Stufen zu erreichen, auch hier bietet sich wieder eine tolle Aussicht über Wald, Wald und Wald zu den höchsten Bergen des Fichtelgebirges. Keine halbe Stunde später erreiche ich auf einer Lichtung das herrlich gelegene Seehaus, ein Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit.

Die Burgruine Weißenstein "Ein weiteres Mal ändert sich das Bild der Landschaft"

We nach Höherem strebt, steigt auf den Oberpfalzturm und genießt einen großartigen Rundumblick. Wem nach Aussicht der Sinn nach
Einsicht ist, kann wenig später an der Dreifaltigkeitskapelle innehalten, bevor mit der Ruine Weißenstein die nächste Sehenswürdigkeit wartet. Die urkundlich ertmals 1279 erwähnte Burg wurde auf dem 864m hohen Weißenstein errichtet. Bergfried, Ringmauer und Teile des Hauptgebäudes geben eine recht gute Übersicht über die Anlage. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Granitfelsen in die Burg integrieren.
Ruine Weißenfels © Thorsten Hoyer Die Ruine Weißenstein ist ein spannender Ort und einer der beliebtesten Ausflugsziele im Fichtelgebirge

Mehr Infos zum Beitrag „Thorsten macht Strecke“ findest du hier.

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1. Dezember 2020