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Wandern für alle Felle Mehrtages-Touren mit dem Hund

Nicht umsonst nennt man den Hund den besten Freund des Menschen und ich persönlich möchte auch meinen besten Freund, in diesem Fall meine beste Freundin immer und überall dabei haben. Vor allem wenn es darum geht sich gemeinsam in der freien Natur zu bewegen, gibt es keinen besseren Wanderpartner als eine kalte Hundeschnauze. Eine Tageswanderung mit dem Hund ist ja gar keine große Sache und es gibt genügend Portale, die zum Thema Wandern mit Hund aufgerüstet haben. Eine passende Tour ist schnell gefunden wie eine Wasserflasche, ein paar Snacks und los gehts.

Im Überblick:

Wissenswertes um das Weitwandern mit Hund

Die Vorbereitung

Die Erziehung

Die Ausrüstung

Die Wanderung – Zu beachten

Die 7 schönsten Wandertouren für Hunde

Verhalten bei Kuhherden

 

 

Der beste Freund und ein idealer Wanderpartner

Wenn man sich aber entscheidet mehrere Tage unterwegs zu sein, dann ist das für Mensch und Hund eine größere, konditionelle und organisatorische Herausforderung. Das um und auf ist, sich und seinen geliebten Vierbeiner zu kennen und diesen richtig einzuschätzen. Nicht jeder Hund ist ein Berghund und reichlich Übung und Vertrauen zum Herrchen und Frauchen spielen eine große Rolle, denn an manchen Passagen können auch Hunde mental scheitern.

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Mehrtagestouren mit dem Hund Worauf man achten muss


Die Vorbereitung Gut geplant ist halb gewandert

Bei einer Weitwanderung mit dem Hund ist eine gute Organisation natürlich sehr wichtig. Diese Fragen muss man vorher abklären, bevor man mit seinem Vierbeiner loswandert.

  • Ist der Wanderweg für Hunde geeignet?
  • Gibt es Bäche, Flüsse, Seen und Trink- und Bademöglichkeiten?
  • Führt die Route im Schatten?
  • Wo gibt es Schlüsselstellen wie Kuhherden oder Wildtiere?
  • Gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten?
  • Gehorcht mir mein Hund?
  • Besitze ich die nötige Ausrüstung für eine Wanderung mit Hund?
  • Plane ich eine Übernachtung auf einer Hütte?

Zu den hundefreundlichen Wegen

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Die Erziehung

Ein gut erzogener Hund macht einem Besitzer viel Freude – man kann seinen Vierbeiner immer mitnehmen und die Gefahren sind besser einschätzbar. Zu den Grundbefehlen Sitz, Platz und Fuß sind in den Bergen auch Steh, Bleib und Stopp unheimlich wichtig und können Hundeleben retten. Das sollte dein Hund haben…

  • gute Sozialverträglichkeit und stabilen Grundgehorsam
  • keinen hohen Jagdtrieb (sonst nur angeleint)
  • Leinenführigkeit und verlässliche Abrufbarkeit (damit das Wandern ohne Leine auch möglich ist)

Wandern und Weitwandern mit Hund Das musst du wissen

Kann mein Hund weitwandern?

  • Grundsätzlich kann man mit jedem, gesunden Hund weitwandern
  • Wichtig ist nur die richtige Tourenplanung
  • Wichtig: Der Hund sollte mindestens 1 Jahr alt sein
  • Kondition für 5-7 Stunden Gehzeit

Wie weit kann mein Hund wandern?

  • 20-25 km pro Tag sind kein Problem
  • Faustregel für die Tourenplanung In einer Stunde bewältigt man etwa 300 Höhenmeter und nur etwa 4 km
  • Pausen einplanen: ca. 1/4  der berechneten Wegzeit für Pausen dazu addieren

Was brauch ich für einen Urlaub mit Hund ?

  • EU-Heimtierausweis mit Kennzeichnung
  • gültige Tollwutimpfung (mind. 30 Tage und max. 12 Monate vor Grenzübertritt) eingetragen
  • Hund sollte gechipt und unbedingt registriert sein

 

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Die Ausrüstung Was unbedingt mit muss


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Halsbänder vs. Geschirr

Sie sind hübsch und praktisch und ich persönlich bin ein großer Fan von Hundehalsbänder. Meine Bella hat natürlich mehrere, die wir je nach Jahreszeit und Bedarf variieren können. In den Bergen aber sind Halsbänder eine sehr große Gefahr für den Hund und man sollte unbedingt auf ein gut sitzendes Geschirr umsteigen.

Unbedingt ein gut sitzendes Geschirr

Am besten noch eines mit einem Tragegriff, um dem Hund beim Aufstieg unter die Pfoten greifen zu können. Hier eignet sich am besten ein Y Geschirr, welches dem Hund so viel Freiheit im Schulter und Brustbereich, wie möglich gewährt. Am besten ein qualitativ hochwertiges Modell mit Metallverschlüssen und Haltegriff – Sicher ist sicher!

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Maulkorb ist ein Muss

Gerade wenn man zwischendurch mit Bus und Bergbahn fahren möchte oder muss, ist ein Maulkorb bzw. eine Maulschlaufe, PFLICHT. Hier gehen die Meinungen bei den Hundehaltern auseinander. Obwohl Maulschlaufen sehr praktisch sind und wenig Platz benötigen – ist gerade in den heißen Sommermonaten ein Maulkorb doch die bessere Wahl.

Mit einem Maulkorb kann der Hund besser hecheln und sich somit besser abkühlen.

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Leine

Da die Wanderwege gerade in den Sommermonaten gut besucht sind, muss der Hund stets an der Leine geführt werden, um den Hund und auch die anderen Wanderer zu schützen. Damit man seine Hände frei hat, kann man sich auch eine Jogging-Leine zulegen, die wird am Körper befestigt und ermöglicht Mensch und Hund genügend Bewegungsfreiheit.

Ich greife gerne auf eine normale Hundeleine zurück und befestige diese einfach am Hüftgurt des Wanderrucksacks – wenn der Hund gut an der Leine geht, funktioniert das auch einwandfrei. Gerade im Hochgebirge oder an Wegen mit exponierten Stellen eignet sich  eine „normale“ Hundeleine am ehesten.

Hund Ausblick Wolken Felsen ©pixabay

Packliste "Wandern mit Hund" Das muss unbedingt mit

 

Es soll natürlich nicht zu schwer sein, aber alles beinhalten, was man brauchen könnte. In dieser kurzen Checkliste findet ihr alles, was ihr und euer Liebling auf einer mehrtägigen Wanderung braucht

  • Hundekotbeutel
  • Hundehandtuch (optional)
  • leichte Hundedecke
  • Hundefutter
  • faltbarer Trinknapf oder Hundetrinkflasche
  • Leine: Normale Führleine – KEINE Flexi- oder Schleppleine!
  • Geschirr (Brustgeschirr) und evtl. Halsband
  • Maulkorb mit Netzeinsatz oder Nylonmaulschlaufen
  • Heimtierausweis und Chipnummer
  • Erste-Hilfe-Set für Hunde
    • Eine Tasche mit wasserabweisendem Material
    • Verbandmaterial, dass auch am Fell gut hält (elastische Fixierbinde)
    • Hundeschuhe (bei Verletzungen an Pfoten)
    • Zeckenzange
    • Desinfektionspray
    • Alkoholtupfer

TIPP: Ich persönlich hab immer eine Arnika Salbe mit im Gepäck, da werden die beanspruchten Pfoten am Abend eingecremt und sind am nächsten Tag wieder gewappnet für die Wanderung.


Mit dem Hund auf dem Weitwanderweg Was es zu beachten gibt


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Flüssigkeit Bade- und Trinkgelegenheiten

Natürlich muss man immer an ausreichend Wasser für sich und seinen Liebling denken. Am besten dies auch bei der Tourenplanung beachten und auch nach Gewässern Ausschau halten. Da Hunde ja nicht schwitzen, sondern ihren Temperaturhaushalt durchs Hecheln regeln, überhitzen sie auch schneller als Menschen und man muss sicherstellen, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen können.

Futter Der richtige Snack

Beim Füttern sollte man auch beachten, dass ein Hund eine gute Unterlage benötigt, bevor los gewandert wird. Der Hund sollte aber einen nicht zu vollen Magen haben, dann werden sie müde und träge und bei besonders aktiven Hunden besteht auch die Gefahr einer Magendrehung – deshalb den Liebling lieber nach dem “Frühstück” kurz ruhen lassen. Meine Empfehlung – eine kleinere Portion vor der Wanderung und dazu noch einige Leckerlis für unterwegs.

Aufmerksamkeit Regelmäßige Verschnaufpausen

Selbst der fitteste Vierbeiner braucht seine Verschnauf- und Ruhepausen. Auch wenn die Hunde noch recht aktiv wirken, sollte man dennoch, abhängig von der Route und der Temperatur auch Zwangspausen einlegen. Ein schattiges Plätzchen, genügend Wasser und ein Snack helfen beiden wieder etwas Energie zu tanken.


Die Top 7 Weitwanderwege für "Wandern mit Hund" Hundefreundlich & wanderbar


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1. Alpe Adria Trail Hundefreundlich - mit dem Vierbeiner durch den Garten Eden

  • Der Alpe Adria Trail ist nicht nur der längste und vielseitigste unserer Fernwanderwege, sondern eignet sich auch hervorragend für mehrtägige Wanderungen mit dem Hund.
  • Insgesamt 750 km lang, auf 43 Etappen
  • Perfekt für Vier- und Zweibeiner: moderaten Aufstieg und eine relativ kurze Gehzeit 
  • Beim Wechsel zwischen Bergen, Tälern, Fluss- und Waldlandschaften wird man durch die schönsten Landschaften aus Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch-Venetien geführt und für beide wird das Beste aus der Alpe Adria Küche aufgetischt.
  • Übernachtet wird in Hütten, Gasthöfen oder in Hotels und am gesamten Weg gibt es zahlreiche Unterkünfte wo Hunde nicht nur geduldet werden, sondern auch willkommen sind.

Na? Lust auf einen mehrtägigen Wanderurlaub mit eurem Liebling bekomme. Hier findet ihr dazu das passende Angebot zum WANDERN mit HUND am Alpe Adria Trail.

Eine praktische Auflistung mit „hundefreundlichen“ Unterkünften entlang des Alpe Adria Trails finden Sie unter: Unterkünfte am Alpen Adria Trail


2. KAT Walk Alpin Weitwandern mit Hund in Tirol

  • Der KAT Walk Alpin führt über sanfte Grasberge, gut beschilderte Wege und stets mit grandioser Fernsicht.
  • 106 Kilometer, eingeteilt in 6 Etappen
  • Der Weg ist etwas anspruchsvoller und eine gewisse Kondition bei Herrchen/ Frauchen und Hund sollte gegeben sein
  • Auf allen Etappen gibt es mindestens 1 Unterkunft bei der Ihr Vierbeiner willkommen ist
  • Bei der Buchung einfach „Hunde willkommen“ anklicken. Die extra Kosten für den Hund, bezahlst du einfach dann einfach direkt in der jeweiligen Unterkunft. Unterkünfte am Weg findest du Hier.

 

 

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3. SalzAlpenSteig Auszeit mit Hund am SalzAlpenSteig

  • Auf dem Salzalpensteig wandert man vom Chiemsee an den Hallstätter See, oder umgekehrt
  • 230 km lang und 18 Tagesetappen
  • Die abwechslungsreiche Strecke zwischen Berg- und Talwegen machen den SalzAlpenSteig aus.
  • Die moderaten Wanderwege entlang des Chiemsees, des Königssees und des Hallstättersees sind perfekt geeignet für eine Wanderung mit Hund und für genügend Wasser ist auch gesorgt…
  • Wanderrouten können am Salzalpensteig  individuell abgestimmt werden – vom Tagesausflug bis zur mehrwöchigen Weitwanderung
  • Bei der Buchung der Unterkünfte ist darauf zu achten, Informationen zu Ihrem Begleiter wie (Anzahl/Größe/Rasse) unbedingt anzugeben, da die Kosten für die Unterbringung des Vierbeiners oft variieren.
  • Alle Gastgeber und Unterkünfte finden gibt es Hier.

4. Königsweg Hundefreundliche Auszeit mit Hund in Salzburg

  • Der Königsweg führt von Alm zu Alm am Hochkönig.
  •  74 Kilometer und 4 Etappen – die 4 Etappen führen durch die gesamte Region
  • inkludierter Gepäcktransfer
  • Genusstour im wahrsten Sinnde des Wortes: regionale, kulinarische Highlights entlang des Weges
  • Es gibt viele Möglichkeiten für Pausen mit atemberaubenden Ausblicken und viele Trinkmöglichkeiten für den Vierbeinige Begleitung.
Erichhütte_ Weitwandern Region Hochkönig@ Hochkönig Tourismus GmbH, ROHAL
Weitwandern am Lechweg_1 Etappe, Lech am Arlberg (c) Lech Zürs Tourismus

5. Lechweg Ein Weg für Hundeliebhaber

  • Der Lechweg ist ein wunderschöner, idyllischer Wanderwege, mit keinen großen Höhenunterschied und das Wasser immer zum Greifen bzw. Plantschen nah.
  • 125 km auf 7 Etappen
  • Der Lechweg ist auch mit einem Hund begehbar. Hundefreundliche Gastgeber entlang des Weges sind im Serviceheft mit dem entsprechenden Piktogramm gekennzeichnet.
  • Auch online unter der Rubrik „Ausstattung“ sind diese ausgezeichnet
  • Der Lechweg führt uns vom einst schönsten Ort Österreichs, dem Formarinsee in Lech am Arlberg,  durch eine der letzten Flusslandschaften Europas und eignet sich für Genusswanderer, Weitwander-Einsteiger und Natur- und natürlich Hundeliebhaber.

6. Ötztaler Urweg Naturidylle pur für Mensch & Hund

Der Ötztaler Urweg führt durch abswechslunsgreiche Landschaftsbilder, eindrucksvolle Felslandschaften und sanfte Almwiesen. In 12 Etappen und 182 Kilometer führt der Weg immer wieder vom Tal über Flüsse und Wiesen, hinauf zu aussichtsreichen Hochlagen. Dich und deinen Vierbeiner erwartet ein unvergessliches Naturerlebnis.

Tirol ÖtztalerAlpen © Pixabay

Alpe Adria Karavanke/Karawanken

7. Panormaweg Südalpen Mit dem Vierbeiner durch die Karawanken

Ein Bergerlebnis der besonderen Art ist der 230 km lange „Panoramaweg Südalpen“, der sich vom Rosental über den östlichen Karawankenbogen über die Saualpe bis zum Zirbitzkogel zieht. Auf 17 Tagesetappen erschließen sich dem Wanderer schroffe Gipfel, sanfte Almen, grandiose Ausblicke. Für die meisten Etappen sind zwischen 2 und 7 Stunden Gehzeit eingerechtet – perfekt für eine Wanderung mit einem Vierbeiner.

 


Tipps zum richtigen Umgang mit Weidetieren Richtiger Umgang mit Kühen und Pferden auf der Alm

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TIPP: Kuhkontakt mit Hund Richtiger Umgang bei Kuhherden

Natürlich werden Sie auf Ihrer Wanderung mit Hund nicht nur anderern Wanderern begegnen, auf den Wanderwegen über die Almen treffen Sie auf viele andere Tiere- Rehe, Kühe, Pferde oder auch Schafe und Ziege grasen oft auf den frischen Almwiesen.

Damit sich die Tiere besonders in der Schonzeit im Frühling in ihrem Lebensraum nicht bedroht fühlen, gilt es, einige Regeln einzuhalten. Informieren Sie sich vorab über die Jagd- oder Schonzeit und halten Sie Ausschau nach den „RespekTiere“- Schildern, die Sie vorab auf Begegnungen mit den Tieren hinweisen. Auch Hochstände und Futterkrippen geben Hinweis auf den Lebensraum von Wild.

WICHTIG: Informiert euch vorher im Tourismusbüro, wo es Wegpassagen gibt, die man mit dem Hund meiden sollte, bzw. welche Wege man problemlos mit dem Hund gehen kann.

Wenn ihr auf Tiere trefft, berücksichtigt am besten folgende Tipps:

  • Geht ruhig und zügig mit dem Hund an der Leine
  • Behaltet die Tiere immer im Auge, damit ihr früh genug reagieren könnt
  • Vermeidet direkten Kontakt zu Tieren, die mit ihren Jungen auf der Alm sind Jungtiere sind oft neugierig und übermütig – haltet deshalb genügend Abstand.
  • Sollte es zu einer bedrohlichen Situation kommen, bewahrt Ruhe und zieht euch vorsichtig mit eurem Hund zurück
  • Kommt ein Tier auf euch zu, nehmt ihn Hund von der Leine

Wenn ihr all diese Dinge beachtet, steht eurer Wanderung nichts mehr im Weg. Erstellt euch eine eigene Checkliste um auf nichts zu vergessen und bestens vorbereitet zu sein. Vergesst nicht frühzeitig die Unterkunft zu buchen, besonders wenn ihr in vierbeiniger Begleitung seid. Wir wünschen euch viel Freude und eine unvergessliche Weitwanderung mit eurem Begleiter.


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