Was Weitwanderer im März so beschäftigt…

Latschurgruppe , Gailtaler Alpen: Auf der Stosia von M. Marktl, 2013

Vorfrühling… das ist bekanntlich die Zeit, in der es beginnt, dieses Jucken in den Zehen.

 Aus unserer Blog-Reihe: Das Weite suchen… – von und mit Martin Marktl

 

Das Weite suchen…

 

Frühlingsblumen

Wandern am Salzburger Almenweg im Frühling  ©TVB Großarltal

Aber echt jetzt!

März… das ist bekanntlich die Zeit, in der es beginnt, dieses Jucken in den Zehen. Der Winter dauert sowieso wieder einmal viel zu lange, und in den gängigen Internet-Treffpunkten liegt das letzte Großvati, es schneit! bereits sehr lange zurück. Und das ist gut so. Insgeheim ist ja wirklich jeder froh, wenn es mit der nasskalten Jahreszeit auch irgendwann wieder dem Ende zugeht. Außer die Schi-Bergsteiger natürlich, deren Touren – genauso wie die Tage – nun wieder länger und länger werden, weil die Abfahrten immer kürzer und kürzer werden.

So sprießen also rundherum bereits die ersten Frühlingsboten aus den Facebook-Profilen. Es wird nicht mehr lange dauern, und Rudi Carrell wird stellvertretend für alle Bergfexen verlässlich zum Winterschluss die Frage in die Runde werfen:  Wann wird es denn wieder richtig Sommer?

 

Ja echt jetzt – wann denn?

Wir Mehr-Tages-Wanderer machen ja im ganzen restlichen Jahr nicht so viele Kilometer, wie wir an einem einzigen Winterabend verplanen. Da werden für den 14tägigen Urlaub Landkarten aneinandergereiht, die mühelos den ganzen Alpenbogen überspannen. Mit der Packliste in der Hand werden vorsorglich Zahnbürsten abgesägt, und gleichzeitig mit der Stoppuhr darüber gewacht, wie lange man mit dem Metalldeckel einer Grabkerze und zwei Esslöffel Spiritus braucht, um eine Tasse Teewasser heiß zu kriegen.

 

Und in Gedanken ist er plötzlich da, der Sommer

Man sieht sich da oben sitzen, direkt am Alpenhauptkamm, linksrechts die Welt zu Füßen. Fernsicht bis nach Afrika. Am Horizont ein riesengroßer, dunkelrot gefärbter Lichtball, der sich langsam in die Dämmerung verabschiedet. Während man andächtig auf der Mundharmonika das Lebenswerk Ennio Morricones intoniert. Auf der wundersam ebenen, mit weichzarten Bergkräutern überzogenen Kuppe liegt bereits alles für das Lagerfeuer bereit. Neben den Unmengen an Holz, die an diesen Februarabenden selbst 500 Höhenmeter über der Baumgrenze mühelos zu finden sind, steht eine lange Fackel, mit der man Wölfe, Säbelzahntiger, und was einem halt sonst so bei einer Free Solo X-Alps Tour den Schlaf rauben könnte, zu verjagen gedenkt.

Ja, im Februar sitzt uns Mehrtagestouristen die Bergabstinenz schon tief in den Knochen.

 

Echt jetzt, wann geht’s denn endlich wieder los?

Martin Marktl ist leidenschaftlicher Mehrtages-Wanderer und ist vorzugsweise auf heimischen Pfaden unterwegs. Im Laufe der letzten Jahre kamen auf Österreichs Weitwanderwegen schrittweise rund 5.000 Kilometer zusammen. Manchmal geht’s auch über die Grenze – Zum Beispiel Grenzenlos Wandern am Alpe Adria Trail, Panoramaweg Südalpen, Salzalpensteig, Lechweg und und und….

 

Die Wandersaison mit dem Alpe Adria Trail einweihen?

Mit der Startetappe des Alpe Adria Trails, der bekanntlich am Fuße der Pasterze seinen Ausgang nimmt, wechselt man von der alpinen Szenerie der Hohen Tauern in die bäuerliche Kulturlandschaft des Oberen Mölltals. Für alle, die ihren Aufenthalt oberhalb der Baumgrenze noch etwas aufpeppen möchten, hat Martin Marktl hier fünf Tipps zusammengestellt, für die es sich lohnt, den einen oder anderen Tag auf dem ersten Abschnitt des Trails anzuhängen.

 

Alpe Adria Trail

Alpe Adria Trail ©Kärnten Werbung – Franz Gerdl

 

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Latschurgruppe , Gailtaler Alpen: Auf der Stosia von M. Marktl, 2013

Bild & Text: M. Marktl (Latschurgruppe, Gailtaler Alpen: Auf der Stosia). http://martin.marktl.at/

27. Februar 2015